Jinjer

Jinjer (ausgesprochen wie “Ginger”) sind eine ukrainische Progressive-Metal-Band, gegründet 2009 in Horliwka/Donezk. Die Band betrachtet 2010 als ihr eigentliches Gründungsjahr, als Sängerin Tatiana Shmayluk und Gitarrist Roman Ibramkhaliov zum Line-up stiessen. Mit Bassist Eugene Abdukhanov (seit 2011) und nach mehreren Drummerwechseln (aktuell Vladislav Ulasevich) formte sich das Quartett, das heute als eine der eigenständigsten Stimmen im modernen Metal gilt. Jinjers Sound verbindet Progressive Metalcore, Groove Metal und Djent mit Einflüssen aus R&B, Funk, Jazz und Reggae. Herzstück ist Shmayluks aussergewöhnliche stimmliche Bandbreite: Ihr nahtloser Wechsel zwischen Klargesang und brutalem Growling wurde durch virale Videos einem Millionenpublikum bekannt und bescherte der Band über 250 Millionen Streams weltweit. Nach der selbstveröffentlichten Debüt-EP “Inhale, Don’t Breathe” (2012) und dem Gewinn des “Best Ukrainian Metal Act Award” (2013, erneut 2016) erschien 2014 das erste Album “Cloud Factory” im Eigenverlag. 2014 musste die Band aufgrund des Krieges in der Ostukraine nach Lwiw und später nach Kyjiw umsiedeln. Der Vertrag mit Napalm Records (2016) und das Album “King of Everything” brachten den internationalen Durchbruch. Es folgten Tourneen mit Arch Enemy, Cradle of Filth und Amorphis. “Macro” (2019) erreichte Platz 33 in den deutschen Charts, “Wallflowers” (2021) wurde von Kritikern als definierender Moment des modernen Metal gefeiert. Nach der russischen Invasion 2022 unterbrach Jinjer ihre Karriere für humanitäre Hilfe, bevor sie als kulturelle Botschafter der Ukraine mit offizieller Genehmigung des Kulturministeriums wieder international tourten. Die Band spielte unter anderem auf dem Wacken Open Air, Rock am Ring und Download Festival und tourte mit Disturbed, Breaking Benjamin und Sepultura (deren Abschiedstour 2024). Im Februar 2025 erschien ihr fünftes Album “Duel” über Napalm Records, das ihren experimentellen Groove-Metal-Sound weiter vorantreibt.
