Slaughter to Prevail

Slaughter to Prevail sind eine Deathcore-Band, gegründet 2014 in Jekaterinburg, Russland, mittlerweile ansässig in Florida. Das kreative Zentrum bilden Sänger Alexander Shikolai, besser bekannt als Alex Terrible, und der britische Gitarrist und Songwriter Jack Simmons, der zuvor bei Acrania spielte. Die beiden fanden über Shikolais YouTube-Kanal zueinander, auf dem seine Vocal Cover mit unmenschlich tiefen Growls bereits Millionen Klicks sammelten, und begannen trotz Sprachbarriere und geografischer Distanz gemeinsam Musik zu schreiben. Ergänzt durch wechselnde Live-Musiker veröffentlichte die Band 2015 die Debüt-EP Chapters of Misery, die Sumerian Records auf den Plan rief. Das erste Studioalbum Misery Sermon folgte 2017 und etablierte ihren Sound: eine Mischung aus erstickend schwerem Deathcore und überraschend eingängigen Grooves, getragen von Shikolais schier unglaublicher stimmlicher Bandbreite zwischen abgrundtiefen Gutturals und erstaunlich melodischem Klargesang. Der eigentliche Durchbruch kam 2020 mit der Single “Demolisher”, deren Breakdown-Passage im Netz viral ging und unzählige Reaktionsvideos auslöste. Die Bilder, auf denen Shikolai den Breakdown live ohne Mikrofon schreit und trotzdem die gesamte Halle übertönt, wurden zum Aushängeschild einer neuen Deathcore-Generation. Das Zweitwerk Kostolom (2021) baute auf diesem Momentum auf und erweiterte die Palette um Nu-Metal-Einflüsse im Geiste früher Slipknot, ohne dabei die rohe Brutalität zu opfern. Die Band tritt charakteristisch in Vollmasken auf und singt überwiegend auf Russisch mit englischen Einsprengseln, was ihnen eine unverwechselbare Identität im Genre verleiht. Abseits der Musik ist Slaughter to Prevail nicht frei von Kontroversen: 2015 geriet Shikolai wegen Tätowierungen und Bekleidung mit Bezügen zur rechtsextremen Szene in die Kritik. Er distanzierte sich öffentlich von Rassismus und Faschismus und liess das betreffende Tattoo überstechen. 2022 positionierte er sich mit der Single “1984” deutlich gegen Russlands Krieg in der Ukraine, ein Schritt, der in seiner Heimat strafrechtliche Konsequenzen hätte haben können und den Umzug der Band in die USA mitbedingte. Mit einer Kollaboration mit Babymetal (2025), einer stetig wachsenden Online-Präsenz und dem erklärten Ziel, langfristig auf das Niveau von Gojira zu kommen, sind Slaughter to Prevail eine der am schnellsten wachsenden Kräfte im modernen extremen Metal.

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  • Grizzly 2025 Album
  • Russian Grizzly In America 2025 Single/EP Sumerian Records
  • Viking 2023 Single/EP Sumerian Records
  • Live In Moscow 2023 Album
  • 1984 2022 Single/EP Sumerian Records
  • Kostolom 2021 Album
  • Misery Sermon 2017 Album
  • King 2017 Single/EP Sumerian Records
  • Chapters Of Misery = Главы Страдания 2015 Album

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