Emily Armstrong

Emily Armstrong ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Gitarristin, geboren am 6. Mai 1986 in Los Angeles, und seit September 2024 Co-Leadsängerin von Linkin Park. Bereits mit elf Jahren schrieb sie erste Songs, mit fünfzehn entdeckte sie den Gesang. 2002 gründete sie gemeinsam mit Gitarristin Siouxsie Medley die Band Epiphany, die sich später in Dead Sara umbenannte und drei Studioalben veröffentlichte. Dead Saras Debütsingle “Weatherman” wurde 2012 von Loudwire zum besten Rocksong des Jahres gekürt. Armstrongs Stimme, die regelmässig Vergleiche mit Janis Joplin und Robert Plant provoziert, bewegte sich bei Dead Sara in einem Spektrum aus Hard Rock, Grunge und Punk Blues mit einer Intensität, die weit über die Reichweite der Band hinaus Aufmerksamkeit erregte. Sie sang Backing Vocals auf Holes Nobody’s Daughter (2010) und schrieb Songs für Demi Lovatos Album Holy Fvck (2022). Ihre Vorstellung als neue Stimme von Linkin Park am 5. September 2024, live gestreamt aus Los Angeles, war eines der meistdiskutierten Ereignisse der Rockwelt in jenem Jahr. Musikalisch überzeugte sie sofort: Ihr kraftvoller, angegrowlter Gesang auf der Leadsingle “The Emptiness Machine” zeigte, dass sie Chester Benningtons Erbe nicht kopiert, sondern mit eigener Identität füllt. Die Begeisterung wurde jedoch von Kontroversen begleitet: Armstrongs mutmassliche Verbindung zu Scientology und ihre frühere Anwesenheit bei einem Gerichtstermin des wegen Vergewaltigung verurteilten Schauspielers Danny Masterson sorgten für heftige Kritik, unter anderem von Chester Benningtons Sohn Jamie und Mars-Volta-Sänger Cedric Bixler-Zavala. Armstrong distanzierte sich in einem Instagram-Statement von Masterson, doch für viele Fans blieb das unzureichend. Unabhängig davon hat sie sich auf der From Zero World Tour, die bis Mitte 2026 durch Stadien weltweit führt, als Live-Performerin bewiesen, die den unmöglichen Spagat schafft: den alten Songs gerecht zu werden und gleichzeitig ihren eigenen Stempel aufzudrücken.
