
Soundtrack für Azeroth
Malevolence schreiben in 12 Stunden einen Song für World of Warcraft: Midnight
Wenn Gaming und Metal aufeinandertreffen, entstehen manchmal die unerwartetsten Kollaborationen. Die britischen Metalcore-Bulldozer Malevolence haben sich mit Blizzard Entertainment zusammengetan und den Track “Twelve To Zero” geschrieben und aufgenommen. Die Besonderheit: Die Band hatte dafür genau zwölf Stunden Zeit. Das Ergebnis feiert die am 2. März erscheinende Erweiterung World of Warcraft: Midnight.
Vom Custom-Guitar zum Studioprojekt
Die Zusammenarbeit hat ihre Wurzeln beim Download Festival im vergangenen Sommer. Dort überraschten Blizzard und Jackson Guitars den Malevolence-Gitarristen Konan “Kon” Hall mit einer maßgefertigten WoW-inspirierten Gitarre, gestaltet nach seinem In-Game-Charakter: einem Zwerg-Paladin. Hall ist bekennender World of Warcraft-Enthusiast und hat aus seiner Leidenschaft für das Spiel nie ein Geheimnis gemacht.
Was als nette Geste begann, entwickelte sich schnell weiter. Blizzard forderte die komplette Band heraus: Schreibt einen Song, der die Atmosphäre und Dramatik von Midnight einfängt. In der Erweiterung bedroht Xal’ataths aufsteigendes Void ganz Azeroth, während ein verheerender Sturm über dem Sonnenbrunnen aufzieht. Die Vorgabe: Alles muss innerhalb von zwölf Stunden stehen.
Der Entstehungsprozess als Making-of-Video
Malevolence nahmen die Herausforderung an und dokumentierten den gesamten Prozess in einem Making-of-Video. Vom ersten Riff über die Lyrics bis zum fertigen Durchlauf ist alles festgehalten. Sänger Alex Taylor, Gitarrist Kon Hall, Gitarrist Josh Baines, Bassist Wilkie Robinson und Drummer Charlie Thorpe arbeiten sich unter Zeitdruck durch den kompletten Songwriting-Prozess.
Das Ergebnis wird als cinematischer, druckvoller Track beschrieben, der die Dringlichkeit der Midnight-Storyline einfängt. Melodische Passagen wechseln sich mit den typischen Malevolence-Breakdowns ab, inklusive Soli und atmosphärischen Aufbauten. Wer den fertigen Song hören will: Er beginnt ab Minute 10:37 im Video.
Mehr als ein Marketing-Stunt
Die Kollaboration wirkt glaubwürdig, weil sie nicht am Reißbrett entstanden ist, sondern auf der echten Begeisterung eines Bandmitglieds basiert. Dass Malevolence kurz zuvor mit der Valentinstags-Ballade “Silhouette” überraschten, macht “Twelve To Zero” zu einem klaren Signal an die Fans: Die schwere Seite der Band ist nach wie vor intakt.
Malevolence stehen derzeit vor einem prall gefüllten Tourkalender. Neben der laufenden Nordamerika-Tour mit Guilt Trip stehen europäische Festival-Auftritte an (unter anderem Hellfest und Graspop Metal Meeting) sowie Shows als Support für Sepulturas finale Europa-Etappe.




