
Konzertankündigung
Kreator kommen mit Carcass, Exodus und Nails in die Hamburger Inselpark Arena
Vier Bands, die zusammen über 150 Jahre Metalgeschichte auf sich vereinen – und alle vier auf dem Zenit. Kreator bringen am 17. April 2026 ihre „Krushers Of The World Tour” in die Inselpark Arena Hamburg, im Gepäck Carcass, Exodus und Nails.
Die Tournee läuft seit dem 20. März, hat sich durch über 20 europäische Länder gefressen, und der Hamburg-Termin liegt kurz vor Schluss – Kopenhagen am 25. April ist der letzte Stopp. Was das bedeutet: Die Band ist eingespielt, die Setlist sitzt, und die erste Nervosität der Tournee ist längst einem Abend gewichen, der funktioniert. Das ist der Moment, auf den man wartet.

Kreator
Seit über 40 Jahren kommen die wichtigsten Impulse im deutschen Thrash aus Essen. Kreator haben das Genre nicht nur mitgeprägt – sie sind einer der Gründe, warum Thrash Metal außerhalb der Bay Area überhaupt ernst genommen wurde. Mit „Pleasure to Kill” (1986) haben sie eine Aggression auf Platte gebannt, die damals niemanden kalt ließ. Was bemerkenswert ist: Sie haben sie nie verloren.
„Krushers Of The World”, das 16. Studioalbum, erschien am 16. Januar 2026 bei Nuclear Blast. Produziert von Jens Bogren in den Fascination Street Studios – demselben Mann, der auch hinter „Phantom Antichrist” (2012) und „Gods Of Violence” (2017) stand. Das Artwork hat Zbigniew Bielak geliefert, bekannt unter anderem für seine Arbeiten mit Ghost. In Deutschland und Österreich ist das Album auf Platz 2 der Charts eingestiegen.
Vier Singles haben das Album vorbereitet: „Seven Serpents”, „Tränenpalast” (mit Gastgesang von Britta Görtz), „Satanic Anarchy” und der Titeltrack. Die Band um Frontmann Mille Petrozza, Gitarrist Sami Yli-Sirniö, Bassist Frédéric Leclercq und Drummer Ventor liefert zehn Tracks in 44 Minuten – kein Gramm Fett, kein Leerlauf.
Carcass
Liverpool, 1985. Carcass haben das extreme Metal-Spektrum an beiden Enden aufgedehnt: Der Grindcore der frühen Jahre und der melodische Death Metal von „Heartwork” (1993) sind so weit voneinander entfernt, dass man kaum glaubt, dass dieselbe Band beides gemacht hat. Das ist kein Widerspruch – das ist Entwicklung. Jeff Walker und Bill Steer haben nach dem ersten Comeback-Album „Surgical Steel” (2013) mit „Torn Arteries” (2021) nachgelegt und bewiesen, dass der Name keine nostalgische Rente ist. Neues Material ist derzeit nicht in Sicht – aber eine Carcass-Show im Jahr 2026 ist immer noch ein Argument für sich.
Exodus
Bay Area, 1979. Exodus sind älter als Metallica, aus denen Kirk Hammett 1983 zu Metallica wechselte, und wurden trotzdem nie so groß. Das hat sie nie interessiert. „Bonded by Blood” (1985) ist eines der rücksichtslosesten Debütalben der Thrash-Geschichte, und Gary Holt hat nie aufgehört, so zu spielen, als hätte er etwas zu beweisen. Das aktuelle Album „Goliath” erschien am 20. März 2026 – dem Tourstart – und markiert die Rückkehr von Sänger Rob Dukes. Erschienen bei Napalm Records, produziert von Mark Lewis: das erste Mal seit über dreißig Jahren ohne Andy Sneap am Mischpult. Exodus kommen nicht als Nostalgie-Act nach Hamburg. Sie kommen mit neuem Material und einem Ruf, den sie sich vier Jahrzehnte lang verdient haben.
Nails
Oxnard, Kalifornien. Nails sind der Joker auf diesem Billing – und vermutlich der lauteste. Todd Jones, ehemals Terror, hat mit Nails eine Band erschaffen, die Grindcore, Powerviolence und Death Metal so komprimiert, dass ein ganzes Album manchmal kürzer ist als ein durchschnittliches Intro bei anderen Bands. „Every Bridge Burning” (2024) ist ihr bisher lautestes Statement. Wer Nails nicht kennt: zehn Minuten in die Setlist, und man kennt sie.
Datum und Tickets
Freitag, 17. April 2026 – Einlass: 17:00 Uhr, Beginn: 18:20 Uhr
Inselpark Arena, Hamburg
Tickets ab 60,00 € zzgl. Gebühren bei Eventim und Metaltix. Präsentiert von Radio Bob und Time For Metal.




